Wann haben Sie das letzte Mal einem Freund von einem unvergesslichen Vortrag erzählt?

Sei es ein Live-Vortrag oder auch einer auf Video im Netz? Ein Vortrag nach dem Sie sich richtig wohl gefühlt haben, inspiriert und voller Tatendrang? Eben ein brillanter Vortrag? Ist das lange her? Oder war es doch erst gestern?
Als Marketing – Mitarbeiterin oder Event-Verantwortlicher besuchen Sie, ähnlich wie ich als Keynote-Speaker, sehr viele Vorträge im Jahr. An welche können Sie sich noch erinnern?
Mir geht es immer noch häufig so, wie schon im Studium, dass ich die Ankündigungen lese und mich wirklich auf die Veranstaltung freue. Nach vielen Vorträgen bleibt dann aber nichts davon übrig.
Sondern nur ein vages Gefühl, dass diese Zeit nicht so gut investiert war. Und das liegt gar nicht einmal an der Professionalität der Redner.
Viele Referenten sind extrem professionell. Ich glaube, sie sind fast ein wenig zu routiniert.
Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass da jemand sein Handwerk zu gut beherrscht, sich zu sicher ist und dabei aber die Atmosphäre im Saal schlichtweg nicht beachtet?
Für mich ist das der Kernpunkt eines guten Vortrags: Die Atmosphäre im Raum aufzunehmen, damit umzugehen und so in einen Dialog mit allen zu treten.
Wenn der Vortragsredner das nicht tut, dann entsteht eine Art Wand zwischen ihm oder ihr und den Zuhörern. Vielleicht ist es auch genau das, wenn bei einer TEDx-Präsentation unsere Aufmerksamkeit nicht gefesselt wird.
Aber wer macht es denn nun gut? Und was gehört dazu, dass ein Vortrag wirklich unvergesslich wird?

Eines der besten Videos von einem Vortrag, das ich je gesehen habe, ist dieser Stunde über Storytelling des Amerikaners Ty Bennett: https://www.youtube.com/watch?v=syoSgZ8M8s4.

Und falls Sie sich das ansehen, lassen Sie sich bitte nicht von dem etwas eingestaubten Setting täuschen, der Vortrag ist wirklich (!) sehr sehenswert.
Und auch Nancy Duarte, die ja vor allem mit ihren Bestsellern resonate und slide:ology zu Recht weltweit Aufsehen erregt hat, schafft es bei TED, dass wir jedes ihrer Worte mitverfolgen: https://vimeo.com/20618288.

Der Auftritt ist (fast) so spannend, wie eine gute Serie.

Okay, das waren jetzt zwei exzellente Beispiele aus den USA. Jetzt fragen Sie natürlich nach welchen auf Deutsch.
Und auch auf unserer Seite des Atlantiks gibt es Keynote-Speaker und Redner ohne die unser Leben nicht so bunt, nicht so inspiriert wäre.
Ich liebe den Esprit, mit dem René Borbonus ans Werk geht, wenn er auf die Bühne tritt: https://www.youtube.com/watch?v=o10DgngXr3g.
An ihm schätze ich auch diese Beiläufigkeit, mit der er wichtige Dinge anspricht.

Damit sind wir auch beim zweiten Aspekt, mit dem Redner punkten können: Wenn sie nicht so verbissen an ihrer Botschaft hängen.  Beiläufigkeit gibt der Präsentation die nötige Leichtigkeit.

An Sabine Asgodom schätze ich ihre unkonventionelle Art.
Auch sie nimmt sich scheinbar nicht so richtig und rückt damit von der Verbissenheit vieler anderer ab: https://www.youtube.com/watch?v=nHEQv0k0Pgk.
Wobei es natürlich schon darum geht, dass der Redner voll und ganz hinter dem Thema steht, über das er spricht.
Waren Sie schon einmal in einem der rasanten Vorträge von Erich von Däniken?

Auch wenn Sie seine Thesen nicht teilen, diese Präsentationen sind sehenswert, eben weil Sie merken, dass da jemand mit Leib und Seele etwas erzählen will.
Also, was macht einen Vortrag brillant?
Ich glaube, dass Vorträge brillant werden, wenn der Speaker auf seine Zuhörer achtet und mit ihnen anstatt zu ihnen spricht.
Wenn er oder sie dabei ein wenig Beiläufigkeit entwickeln kann und dennoch mit ganzem Herzen für das Thema brennt, dann kann dieser eine Augenblick entstehen, den wir als Zuschauer noch Jahre später erinnern.

Herzlichst,
Ihr Tim Cortinovis
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Der AkquiseLabor-Blog. Tim Cortinovis, gefragter Vortragsredner, Experte für Erstkontakte und Autor, gibt Ihnen hier regelmäßig Praxis-Tipps für die eigene Kundenakquise.

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